Montag, 12. März 2012

Schweiz zeigt wie's geht

Heute bin ich auf einen kleinen Beitrag in der Kleinen Zeitung, einer steirischen Tageszeitung, gestossen, der meine Hoffnung in die Demokratie gestärkt hat. Berichtet wurde, dass in der Schweiz der Antrag zur Erhöhung der Urlaubszeit abgelehnt wurde. Und? Wäre das in einem anderen Land passiert, interessierte es wahrscheinlich niemanden, aber in der Schweiz herrscht ja direkte Demokratie, das heißt, Gesetze stehen und fallen mit dem Willen des Volkes. Gesetze treten nur dann in Kraft, wenn die Bürger es wollen, und nicht dann, wenn irgendeine Lobby Politiker dafür bezahlt, wie es bei uns der Fall ist. Auch wenn ich immer der Meinung war, dass direkte Demokratie nur mit einer denkenden Bevölkerung funktioniert (schließlich wurde auch das Minarettverbot in der Schweiz von den Bürgern angenommen), aber anscheinend gibt es auch Fälle, bei denen das Volk das Richtige tut. In Österreich hätte jeder zugestimmt, plötzlich zwei Wochen länger Urlaub zu haben, aber die Schweizer waren zu 67 % dagegen. Die Gründe: Abwanderung von Betrieben in billigere EU-Länder, Verlust der Arbeitsplätze, allgemein Nachteile für die Wirtschaft. Ich bin (angenehm) überrascht, wie vernünftig und logisch die Ergebnisse der Demokratie hin und wieder sind. Anscheinend brauchen wir keine Volksverkäufer, die auf uns herabblicken, ihre Macht an Konzerne verkaufen und sich ihre Ärsche mit Steuergeld abwischen. Nein, wir kommen auch selbst zurecht.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen